Sichere Arbeitsplätze und starke Wirtschaft in Greifswald – Johannes Barsch

Johannes Barsch · Thema 4 von 10

Sichere Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft in Greifswald

Gute Arbeit, Forschung, Fachkräfte und wirtschaftliche Chancen

Gute Arbeit als Grundlage für Bleibeperspektiven

Sichere Arbeitsplätze gehören zu den veröffentlichten Themen, die Johannes Barsch mit guten Zukunftsperspektiven für junge Menschen verbindet. Diese Verbindung ist unmittelbar nachvollziehbar: Wer nach Ausbildung oder Studium in Mecklenburg-Vorpommern bleiben möchte, benötigt eine berufliche Perspektive, die mehr bietet als einen kurzfristigen Übergang.

Greifswald besitzt dabei besondere wirtschaftliche Strukturen. Universität und Universitätsmedizin gehören zu den bedeutenden Institutionen der Stadt. Daneben tragen Handwerk, Dienstleistungen, Gesundheitswirtschaft, Einzelhandel, Tourismus, öffentliche Verwaltung und viele kleine und mittlere Unternehmen zur Beschäftigung bei.

Wirtschaftspolitik muss deshalb unterschiedliche Bereiche berücksichtigen. Ein Wissenschaftsstandort benötigt andere Rahmenbedingungen als ein Handwerksbetrieb. Beide brauchen jedoch Fachkräfte, verlässliche Infrastruktur, funktionierende Verwaltung, gute Verkehrswege und ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Beschäftigte.

Faktenbox: Mehr als 72 Millionen Euro Drittmittel

Universität Greifswald und Universitätsmedizin Greifswald haben im Jahr 2025 zusammen mehr als 72 Millionen Euro an Drittmitteln verausgabt. Die Universität veröffentlichte diese Zahlen im März 2026 als neuen Rekord.

35,0 Millionen Euro entfielen nach dieser Veröffentlichung auf die Universität und 37,8 Millionen Euro auf die Universitätsmedizin. An der Universität stiegen die Drittmittelausgaben gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Drittmittel sind zunächst ein Indikator wissenschaftlicher Aktivität und eingeworbener Projekte. Sie dürfen nicht einfach mit Unternehmensumsatz oder einer unmittelbaren Investitionssumme für die gesamte Stadt gleichgesetzt werden. Trotzdem zeigen sie die Bedeutung Greifswalds als Forschungsstandort und bilden eine Grundlage für Beschäftigung, Kooperationen und Innovation.

Frage an Johannes Barsch

Wie kann Mecklenburg-Vorpommern die wirtschaftlichen Stärken Greifswalds besser nutzen, damit aus Forschung, Ausbildung und regionaler Wirtschaft dauerhaft mehr sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen?

Von Forschung zu regionaler Wertschöpfung

Forschung kann wirtschaftliche Entwicklung auf unterschiedliche Weise fördern. Wissenschaftliche Projekte beschäftigen Fachkräfte, kaufen Leistungen ein und ziehen weitere Forschende in die Region. Besonders interessant wird es, wenn Forschungsergebnisse zu neuen Produkten, Dienstleistungen oder Unternehmensgründungen führen.

Dafür braucht es gute Bedingungen für Ausgründungen und Kooperationen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen Zugang zu Beratung, Finanzierung, Netzwerken und geeigneten Flächen. Unternehmen wiederum profitieren vom Kontakt zu Forschungseinrichtungen und qualifizierten Absolventinnen und Absolventen.

Eine erfolgreiche Innovationspolitik sollte deshalb nicht nur Forschung fördern, sondern auch den Übergang in wirtschaftliche Anwendung erleichtern. Das bedeutet nicht, dass jede Forschung unmittelbar kommerziell verwertbar sein muss. Grundlagenforschung besitzt einen eigenen Wert. Gleichzeitig können dort, wo Anwendungen entstehen, zusätzliche Chancen für den Standort geschaffen werden.

Handwerk und Mittelstand nicht vergessen

Bei wirtschaftlicher Innovation stehen häufig große Forschungsprojekte im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Für den Alltag einer Stadt sind jedoch ebenso Handwerksbetriebe, kleinere Unternehmen und Dienstleister unverzichtbar. Sie bilden aus, schaffen Arbeitsplätze und versorgen Bevölkerung und Wirtschaft.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen spüren bürokratische Belastungen häufig besonders stark, weil sie weniger Personal für Verwaltungsaufgaben einsetzen können. Digitale Genehmigungen, verständliche Verfahren und verlässliche Ansprechpartner können deshalb unmittelbar zur Standortqualität beitragen.

Außerdem ist die Fachkräftesicherung für viele Betriebe entscheidend. Gute Berufsschulen, attraktive Ausbildungsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum und Mobilität zwischen Greifswald und dem Umland beeinflussen die Frage, ob Unternehmen ausreichend Nachwuchs gewinnen können.

Arbeitsqualität und Sicherheit

Wenn von sicheren Arbeitsplätzen gesprochen wird, geht es nicht nur darum, dass überhaupt Stellen existieren. Beschäftigte benötigen planbare Einkommen, gute Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Tarifbindung, Weiterbildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind deshalb ebenfalls wirtschaftspolitische Themen.

Für junge Menschen ist dies besonders relevant. Wer zwischen mehreren Regionen wählen kann, vergleicht nicht ausschließlich das Gehalt. Wohnkosten, Arbeitswege, Betreuungsangebote und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten beeinflussen die Entscheidung ebenso.

Eine Region, die Fachkräfte gewinnen möchte, muss deshalb als Gesamtstandort überzeugen. Wirtschaftspolitik, Wohnungspolitik, Bildung und Infrastruktur greifen ineinander.

Investitionen schaffen auch regionale Nachfrage

Greifswald investiert 2026 in zahlreiche Bauvorhaben. Schulzentrum, Theater, Bauhof, Kita und weitere Projekte führen zu Aufträgen und wirtschaftlicher Aktivität. Öffentliche Investitionen können damit nicht nur Infrastruktur verbessern, sondern auch regionale Unternehmen beschäftigen.

Gleichzeitig muss öffentliche Vergabe transparent und rechtssicher erfolgen. Wirtschaftsförderung darf nicht bedeuten, Aufträge ohne Wettbewerb zu verteilen. Gute Vergabeverfahren sollen vielmehr ermöglichen, dass geeignete Unternehmen faire Chancen erhalten und Projekte effizient umgesetzt werden.

Eine verlässliche öffentliche Investitionsplanung hilft Betrieben zudem dabei, Personal und Kapazitäten langfristiger zu planen. Wenn Kommunen aufgrund finanzieller Unsicherheit Projekte immer wieder verschieben müssen, kann dies auch wirtschaftliche Folgen haben.

Fakten und Fragen

Sicher belegt ist, dass Johannes Barsch sichere Arbeitsplätze als Bestandteil guter Zukunftsperspektiven nennt. Nicht automatisch belegt ist dagegen, dass er jedes hier beschriebene wirtschaftspolitische Instrument persönlich fordert.

Die Drittmittelzahlen, kommunalen Investitionen und Besonderheiten des Wissenschaftsstandortes dienen deshalb als faktische Grundlage für die Leitfrage. Welche konkreten Maßnahmen Johannes Barsch beispielsweise bei Wirtschaftsförderung, Fachkräftesicherung, Gründungen oder Bürokratieabbau priorisiert, sollte durch aktuelle eigene Aussagen beantwortet werden.

FAQ zu Wirtschaft und Arbeit

Wie hoch waren die Drittmittelausgaben 2025?

Universität und Universitätsmedizin Greifswald meldeten zusammen mehr als 72 Millionen Euro.

Sind Drittmittel automatisch neue Unternehmensinvestitionen?

Nein. Drittmittel finanzieren wissenschaftliche Vorhaben. Sie können wirtschaftliche Effekte auslösen, dürfen aber nicht mit privaten Investitionen oder einem städtischen Wirtschaftsfonds gleichgesetzt werden.

Warum spielen kleine Unternehmen eine Rolle?

Handwerk, Dienstleister und mittelständische Unternehmen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und sind wesentliche Bestandteile der regionalen Wirtschaftsstruktur.

Ist jede wirtschaftspolitische Idee eine Forderung von Johannes Barsch?

Nein. Die Seite unterscheidet zwischen dem belegten Schwerpunkt sichere Arbeitsplätze und den daraus entwickelten regionalen Fragen.

Fazit

Greifswald besitzt mit Universität, Universitätsmedizin, Handwerk, Dienstleistungen und einer vielfältigen regionalen Wirtschaft gute Voraussetzungen. Die Herausforderung besteht darin, daraus dauerhaft sichere Arbeitsplätze und Entwicklungschancen für unterschiedliche Qualifikationen zu schaffen.

Für Johannes Barsch ergibt sich deshalb die Frage, wie Landespolitik Wissenschaft, Wirtschaft, Ausbildung und Fachkräftesicherung so miteinander verbinden kann, dass möglichst viele Menschen eine langfristige berufliche Zukunft in Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern finden.

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